Ortsteil Stallbaum

Einwohnerzahl zum 01.01.2020: 114, Nebenwohnsitze: 4

Allgemeines

Stallbaum liegt nahe Arzlohe in östlicher Richtung in einer Mulde auf der Hochfläche der Mittleren Frankenalb und ist von Arzlohe oder über eine Abzweigung von der Straße Hartmannshof-Heldmannsberg zu erreichen.

Geschichtlicher Abriss

Nach einer urkundlichen Erwähnung von 1152 soll Kaiser Friedrich I. Barbarossa in Stallbaum einen Hoftag abgehalten und dabei eine Urkunde unterzeichnet haben. Die Rede ist von einem Ort namens "Scalbonine", der mit Stallbaum identisch sein soll. Dabei müsste es sich um einen Königshof gehandelt haben, was allerdings die Forscher in den Bereich der Sage verweisen. Auch von einem Reichsgut in Stallbaum ist nichts bekannt.


Entstanden ist Stallbaum im Zuge des Landausbaus im 10.-13. Jahrhundert. Zum ersten Mal erscheint der Ort historisch im Urbar der Propstei Hersbruck des Klosters Bergen von etwa 1300. Wie Hartmannshof, Hunas, Guntersrieth, Hubmersberg usw. gehörte Stallbaum damals zu den Besitzungen des Klosters Bergen bei Neustadt/Donau. Nach dem Verzeichnis des Urbars bestand der Besitz zu "Stalpaunn" aus 1 Hof, 2 Huben (Halbhof) und 2 Lehen (Halbhuben oder Viertelhof). Nach dem Reichssalbüchlein hatte um 1300 "der Schenke von Reichenekke zu der vogttay zu Herspruke inne die Dörfer Gotzenberg, See, Stallbaum, Waizenfeld, Aicha ….", gehörte damals also wie viele andere Besitzungen den Schenken von Reicheneck. Im Rahmen eines Markgenossenschaftsstreits mit Hartmannshof im Jahr 1537 wird Stallbaum wieder erwähnt. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts kam das ganze Gebiet an die Reichsstadt Nürnberg, 1806 an das Königreich Bayern. Hier gehörte Stallbaum zunächst zur Gemeinde Arzlohe, ab 1971 zur Gemeinde Hartmannshof und zuletzt seit 1977 zur Großgemeinde Pommelsbrunn. Ansonsten ist die Ortsgeschichte stark mit jener von Hartmannshof verknüpft (nun ebenfalls zur Gemeinde Pommelsbrunn gehörig).

Weitere Sehenswürdigkeiten in Stallbaum

Stallbaum ist Kreuzungspunkt für zahlreiche Wanderwege. Nahe gelegen ist der "Archäologische Rundweg", der zur keltischen Höhensiedlung auf dem Hochberg führt. Unterhalb des Hochbergs können auch typische Felsformationen der Juralandschaft wie "Dom" und "Johannisburg" bewundert werden. Am nordwestlichen Ortsrand steht die "Wandererhütte" des Fürther Wander- und Tourenclubs, die für Privat- oder Vereinsfeiern mit übernachtungsmöglichkeit in Hüttenatmosphäre gemietet werden kann. Erwähnenswert ist auch der Stallbaumer Hutanger, in einer Mulde gelegen. Im älteren Teil von Stallbaum, abseits der Durchgangsstraße gelegen, kann man noch typische alte Bauernhäuser mit Stallungen bewundern. Vorbildlich gestaltet ist das kleine Feuerwehrhaus der örtlichen Feuerwehr.

Stallbaum verfügt seit 2002/03 über eine eigene Pflanzenkläranlage, die mit viel Eigenleistung der Bürger errichtet wurde. So wurden beispielsweise von den Einwohnern die Dichtungsfolien in drei Becken verlegt und 1300 Schilfpflanzen in das Filtersubstrat gesetzt.

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